Warum Marketing und Coaching zusammengehören


Eben habe ich diese Infografik im Netz entdeckt. Das Online Gesicht einer Marke zeigt, aus welchen unterschiedlichen Online-Elementen sich der Eindruck, einer Marke im Netz zusammensetzen kann. Ich bin begeistert! Hier findet mein Credo „Es sind immer die Menschen, die die Marken machen“ mal eine ganz andere, grafische Übersetzung.

das_online_gesicht_einer_marke

Was mich besonders begeistert, ist die Darstellung in Form eines Gesichts. Der Autor dieser Grafik schreibt: „Auch Marken zeigen im Internet ein Gesicht, das attraktiv oder hässlich, natürlich oder geliftet, sympathisch oder abstoßend, erfahren oder naiv, prollig oder edel wirken kann. Dieses Bild setzt sich für Kunden und Markenbeobachter im Internet aus verschiedenen Teilen zusammen.“ 

Die Affinität des Autors zur Marke teile ich. Als Marketing Direktorin für hochpreisige Konsumgüter drehte sich bei mir jahrelang vieles um die Marke und ihre schillernde Ausstrahlung. Doch bei allem Glanz und Schein habe ich immer wieder erlebt, daß es nicht die Marke selbst sondern letztendlich immer die Menschen hinter der Marke sind, die ihr Gesicht nach Außen prägen.

Denn hinter allen Inhalten über eine Marke, die durch unterschiedliche Kanäle kommuniziert werden, stecken immer Menschen mit ihren Haltungen, Motivationen und Sehnsüchten. Die Art und Weise, wie sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in Beziehung zu Anderen treten und agieren, wird letztendlich das Bild dieser Marke prägen. 

Erschreckend, wie oft dieses im Unternehmensalltag noch ignoriert wird. Bei all meiner Begeisterung für das Marketing frage ich mich, was wohl möglich sein könnte, wenn nur ein Bruchteil der großen Werbebudgets in Coaching und Training für die Menschen, die Tag für Tag im Namen einer Marke agieren, investiert würde. Was könnte durch zunehmendes Bewusstsein für ein gesundes Miteinander im Unternehmen alles bewegt werden?!

Oft habe ich erlebt, daß die sogenannten „weichen Faktoren“ in ihrer Bedeutung für die Führung und somit den Erfolg eines Unternehmens immer noch als „Weiberkram“ abgetan werden. Für mich ist das eine blasierte, antiquierte Haltung! Im Gegenteil, Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit gehen Hand-in-Hand! Und das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Wenn Unternehmen sich aufrichtig um das Wohl der Menschen kümmern, die tagtäglich durch ihr Handeln das Bild ihrer Marke prägen, dann entsteht eine zukunftstaugliche Form von Wirtschaftlichkeit. Und darin kann sowohl der Mensch als auch der Umsatz wachsen. 

Wie sehen Sie das?